Wie wichtig Pausen sind!

Wie wichtig Pausen sind!

Auf Initiative von der comm:unications agentur wurde Lisa Tomaschek-Habrina, Burnout- und Stressexpertin für einen Kurzvortrag beim Event „Palmolive Spa“ am 30. Mai, 2017 ins Hotel Sans Souci in Wien geladen, um vor JournalistInnen und BloggerInnen die Wichtigkeit von Pausen im Alltag zu erläutern.

 

Pausen mit Kontrastprogramm

Man weiß es ja, aber in der Hektik „vergisst“ man oft darauf: Leistung braucht Pausen, Durcharbeiten erschöpft, irgendwann bringt man nichts mehr weiter. Planen Sie daher alle eineinhalb Stunden eine Unterbrechung von 5 bis 10 Minuten ein und lassen Sie sich z. B. durch einen Klingelton am Handy daran erinnern. Wichtig: Diese Pausen für ein Kontrastprogramm nutzen, also etwas ganz anderes tun als zuvor. Wer also z. B. am Computer arbeitet, sollte nicht versuchen, bei einem Computerspiel zu entspannen, oder private e-mails checken, sondern z. B. um den Häuserblock gehen, frische Luft schnappen oder bei Tee oder Kaffee sich mit Kollegen austauschen.

Das BEEP-Prinzip für Pausen nutzen

Das BEEP Prinzip, in der laufenden Zusammenarbeit mit Erfahrungswerten von KlientInnen und Unternehmen entwickelt, hat sich für ein effektives Pausenmanagement schon vielfach bewährt. Prinzipielle nichts Neues, dennoch oft Vergessenes. Dass Bewegung, Entspannung, Ernährung und Psychohygiene gesundheitsförderlich ist, scheint wenig zu überraschen. 

Bewegung: Bewegungstriade beachten: Bewegungschancen im Alltag nutzen, Bewegungspausen einlegen, Bewegungsprogramme durchführen. Im Minimum sollten wir uns 1 Std. pro Tag bewegen, im Idealfall am Stück, diese Stunde kann jedoch zu Beginn auch über den Tag verteilt sein.
Beachten Sie dabei, welcher Bewegungstyp Sie sind. Wenn Sie noch nicht viel Bewegung im Alltag haben, starten sie mit den Bewegungschancen, legen sie vermehrt Bewegungspausen ein um in Folge dann auch regelmäßige Programme durchführen zu können. Je mehr Bewegung sie machen, desto mehr wird ihr Körper danach auch in Zukunft verlangen.

Bewegungschancen im Alltag nutzen: z.B. Stiegensteigen, von und zur Arbeit zu Fuß oder mit Rad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Station früher aussteigen oder Auto weiter weg parken, den Rest zu Fuß gehen; Toilette, die am weitesten weg liegt aufsuchen. Schrittzähler besorgen (10.000 Schritte pro Tag wären gesundheitsförderlich)
Bewegungspausen einlegen: in Pausen einmal um den Häuserblock gehen, Besprechungen im Gehen abhalten, gezielte Büroworkout-Übungen durchführen.
Bewegungsprogamme üben: regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen, Walken oder auch Laufen. Suchen sie sich etwas, was ihnen Spaß macht: Radfahren, Yoga, Roller Skaten, Wandern, Klettern, Surfen etc.

Entspannung: Handyfreie und Laptopfreie Zeiten einrichten, Pausenkultur entwickeln – alle 90 Min 5 Min Pause. Suchen sie sich Rituale fürs Heimkommen -oder Weggehen aus der Arbeit, damit die Grenze von Arbeit und Freizeitsicht- und spürbarer für Sie wird. Atemübungen oder andere Entspannungsübungen wie Yoga oder progressive Muskelentspannung für Zwischendurch lässt ihr vegetatives Nervensystem entspannen. Genießen sie eventuell auch einmal eine Massage zwischendurch.

Ernährung: achten Sie in dichten Zeiten auf eine ausgewogene Ernährung. Regelmäßige Nahrungsaufnahme pro Tag (zumind. 3x/Tag, zumindest einmal etwas Warmes) fördert die Stressresistenz und stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Proteinreiche Kost, wirkt dem Proteinabbau bei Stress entgegen. (Fisch, helles Fleisch, Hülsenfrüchte etc.) Ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Psychohygiene: Versuchen Sie körperliche und psychische Warnsignale wahrzunehmen und sie ernst zu nehmen. Schärfen Sie ihr Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Grenzen. Lernen Sie auch mal „Nein“ zu sagen. Überdenken So ihre Erwartungshaltungen und Glaubenssätze – sind diese noch adäquat oder stammen sie aus einer früheren Zeit. Orte Sie ihre inneren Antreiber wie z.B. „Ich muss es perfekt machen“ oder „Ich muss es allen recht machen“ und erarbeiten sie innere Erlauber dafür, die Ihnen einen fürsorglichen Umgang mit sich selbst ermöglichen wie z.B. „Ich tue es so gut ich kann“ oder „Ich darf auch auf meine Grenzen achten!“ Unterscheiden sie Energiediebe von Energiebringern. Durchleuchten sie biographische Hinweise zu Überlebensstrategien (Der/die PerfektionistIn, Everybodies Darling, Der/die Verantwortliche, Der/die Zuständige etc.) Integrieren sie die humorvolle Sicht aufs Leben im Gegensatz zur allzu strengen. Reflektieren sie ihre Sinn- und Wertebezüge im Sinne von: ist mein Tun verstehbar, handhabbar und sinnvoll . Und pflegen und erweitern sie v.a. ihr soziales Netz, Menschen die dies tun sind einfach resilienter.

Hilfe bei der Umsetzung:

Dr. Lisa Tomaschek-Habrina, MSc
Gerstnerstraße 3, 1150 Wien
Mobil: +43 676 34 034 61

l.tomaschek@esba.eu
www.lisatomaschek.at

Weiterführende links:

managementportal.de
Praxis für Stressbewältigung und Wohlbefinden

2017-06-22T13:59:06+00:00